Zukunftsartikel

Gesundheitsforschung und Medizintechnik

Heute hält die Welt den Atem an!

Ricardo Graf

Heute um 13 Uhr mitteleuropäische Ortszeit ist es also soweit: Die Menschen schauen gebannt gen Himmel, die ganze Welt steht still. Seit Jahren sorgte dieses Datum für Unsicherheit und Unruhe bei der Erdbevölkerung, alles nur weil der Asteroid namens "2004 MN4" die Erde um nur 30.000 km passieren wird – vorausgesetzt man schenkt den Berechnungen der Wissenschaftler Glauben. Der Koloss mit einem Umfang von knapp 320 Metern wird wahrscheinlich lediglich als heller Schein in unserer Atmosphäre sichtbar sein. Trotzdem befürchten Experten einen Ausfall diverser Systeme durch mögliche Energieschwankungen, welche bislang noch nicht absehbar sind. Einen ebenso unkalkulierbaren Faktor stellt die Einwirkung auf die Meere dar. Küstenregionen in Europa, Asien und Afrika wurden bereits zur Evakuierung aufgefordert. Aller Wahrscheinlichkeit nach werden an diesem Tag auch alle Maschinen und Rechner stillstehen, um Schäden an den Geräten zu vermeiden. Medizinische Einrichtungen kümmern sich bereits um autonome Energieversorgungen, um für den Ausfall gewappnet zu sein. Also blicken Sie von ihrem 3D-Bildschirm auf, denn das Ereignis wird nur live übertragen und in der Folge der Abschaltung nicht im Internet zu sehen sein.


Bionische Muskeltransplantation auf dem Vormarsch

LouiseLouise

Wuppertal. Der 15jährige Niklas Schröder erzählt abgeklärt von seinem schweren Snowboardunfall. Dabei sitzt er aufrecht im Bett in einem gelb gestrichenen Zimmer im Reha-Krankenhaus. Die Experten der Wuppertaler Klinik für Medizin und Medizintechnik halten Niklas für den bisher erfolgreichsten Fall einer Muskeltransplantation – und zwar von künstlichen Hightech-Muskeln aus dem Reagenzglas. Halb Kurulamfasern, die für Bewegungsabläufe und Nervenverbindungen sorgen, halb nachgezüchtetes Muskelgewebe. Oberarzt Professor Wundick schätzt die Heilungschancen äußerst positiv ein: Schon in weniger als vier Wochen soll Niklas wieder am Training seiner Fußballmannschaft teilnehmen können. "In die Bundesliga kommt er damit allerdings nicht mehr“, so Wundick. Bionische Körperteile sind seit dem Berner Vertrag von 2015 im Profi-Sport verboten und mit Doping gleichgesetzt.


Nobelpreis für Medizin versüßt den Erfolg

Ricardo Graf

Als Dr. Erich Heiser vor 10 Jahren das Prinzip hinter dem "direct reprogramming" entdeckte, für das er heute mit dem Nobelpreis ausgezeichnet wurde, hat er wohl kaum ahnen können, was genau da vor ihm im Reagenzglas schwamm. Die Heilung der Diabetes, auch Zuckerkrankheit genannt, war gefunden. Der darauf folgende Siegeszug der Methode, überzeugte auch schärfste Kritiker und konnte sich bis heute gegenüber jedem Zweifler behaupten. Sehr zum Leidwesen der Pharma-Industrie, da bis vor 10 Jahren noch über 250 Millionen Menschen weltweit vom Diabetes betroffen und auf ein synthetisches Derivat angewiesen waren. Das als "direct reprogramming" bezeichnete Verfahren bewirkte, dass behandelte Zellen in so genannte Beta-Zellen umgewandelt werden, welche die Insulinproduktion wieder übernehmen. Diese Erkenntnisse tragen möglicherweise auch dazu bei, in naher Zukunft weitere, durch beschädigte Zelltypen verursachte Krankheiten wie Krebs zu heilen.


Selbstdiagnose-Systeme im Alltagstest

lordmega

Tel Aviv. Medizinische Diagnosen kann sich ab heute jeder selbst stellen. Diese Mini-Labore sind sicherer als die so genannten Internet-Ärzte, die nur per Video-Chat ihre Ferndiagnose stellen. Die All-in-One-Geräte beinhalten Scanner, Bluttester und weitere Instrumente. Eine Software misst die wichtigsten Daten aus und erstellt ein Gesundheitsprofil. Einfache Krankheiten können selbst behandelt werden, sogar Brüche. Die Überweisung an einen Arzt erfolgt nur im Notfall, dann aber ebenfalls digital. Der Arzt bekommt die medizinischen Daten aus der Heimanwendersoftware übermittelt und entscheidet dann, ob er einen Pflegeroboter oder einen Operier-Roboter vorbeischickt.


Krankheiten verhindern statt lindern!

Multiplexi

Brüssel. Ein besonderes Jubiläum wird in der ganzen Welt und besonders in Brüssel heute gefeiert. 2019 gelang es nämlich einem belgischen Spezialisten-Team erstmalig mit Hilfe der Gentechnik Krankheiten zu verhindern, statt ihre Symptome nur zu bekämpfen. Mit einer Genanalyse wiesen sie die Anfälligkeiten für Krankheiten beim so genannten Patient 0 nach. Dieser Patient 0, der bis heute anonym geblieben ist, blieb gesund. Immer noch halten sich die Gerüchte, dass es sich dabei um den damaligen amerikanischen Präsidenten handelt. Die Daten sind in Echtzeit im Internet verfolgbar. So kann mit Prävention bereits lange vor Krankheitsausbruch begonnen werden. Daneben können viele Risikofaktoren ausgeschlossen werden und Behandlungen zielgerichteter durchgeführt werden. Auch die Kostenfrage hat man im Griff: Das Auslesen des genetischen Codes pro Nukleotid (Basenpaar) wird sich alle zwei Jahre um die Hälfte verringern. Auch wenn man kein Präsident ist.


Immer mehr dicke Kinder

grooveminister

Duisburg. Nicht nur der kleine Mike aus Duisburg ist zu dick, sondern auch 60 % aller deutschen Kinder. Im internationalen Vergleich liegt man mit dieser Zahl zwar noch im Mittelfeld, doch dass sich etwas ändern muss, ist allen Eltern klar. Sie sehen den Grund der Misere vor allem in der Entscheidung des europäischen Gesundheitsministers, der sich 2022 in seiner Rede vor allen Schuldirektoren der Welt dafür ausgesprochen hat, Unterricht nur noch Zuhause über Webcams stattfinden zu lassen.
Seitdem ist die Übertragung von Krankheiten wie der Fischgrippe wesentlich zurückgegangen. Dass die Schüler konzentrierter arbeiten und zu besseren Ergebnissen gelangen würden, hat sich jedoch nicht bewiesen. Weiterhin gab es einen Trend zum immer dicker werdenden Schüler.
Der deutsche Bildungsminister Markus Dehler , der schon seit Jahren für eine Veränderung des Schulsystems kämpft, führte vor Vertretern der deutschen Presse aus, dass die EU-Abgeordneten nur Geld und Personal einsparen wollen. Besonders mahnt er vor dem Verlust der sozialen Identität, die sich nur im kollektiven Miteinander, z.B. auf dem Pausenhof erleben lässt. Prägende Momente, die für einen Erwachsenen in der Gesellschaft wichtig seien, würden nicht mehr stattfinden. Und Sport schon mal gar nicht. Aber selbst wenn unsere Kinder ab morgen wieder zur Schule gehen müssten, wäre der kleine Mike nicht dabei. Schließlich ist er so dick, dass er noch nicht mal mehr aus seinem Bett rauskommt.


Impf-Tattoo findet immer mehr Akzeptanz

Mirakelchen

Hamburg. Der Verband für Immunologie bestätigt: Mikro Impf-Tattoo setzt sich weiter durch. Die winzige Tätowierung auf dem Oberarm dokumentiert sämtliche erhaltene Impfungen, ein Leben lang. Damit ist zu jedem Zeitpunkt ersichtlich, gegen welche Krankheiten und Krebsarten ein Patient geschützt ist. Das Impf-Tattoo wird bei den jeweiligen Immunisierungen direkt per Laser auf den neuesten Stand gebracht. Mit bloßem Auge lässt sich ein Mikro Impf-Tattoo übrigens nicht erkennen. Lesegeräte entziffern die transparenten Codes, die unter der Epidermis liegen.
Der Geimpfte spürt weder etwas von der Tätowierung, noch sieht er hinterher etwas davon. Hautreizungen sind praktisch ausgeschlossen. Damit ist das Impf-Tattoo eine gute Alternative zu den bisherigen Chip Implantaten, mit denen es in der Vergangenheit vermehrt Probleme gab.





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